Reisefieber
Wir sind dann erst mal weg
Zu Hause ist es ja ganz nett. Aber wenn wir sehen, was für faszinierende Urlaubsziele die Welt zu bieten hat, verliert das heimische Sofa doch sehr an Attraktivität. Hier ein paar Vorschläge für alle, die sich vom Reisefieber packen lassen wollen
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© CMR / Joachim NegwerKappadokien, Türkei
Höhlenkirchen und Feenkamine
Man nehme Feuer (Vulkanausbrüche), Wasser (Regen), Wind, Temperaturunterschiede und Erosion. Lasse diese Elemente ein paar Millionen Jahre miteinander spielen und fertig ist die Felslandschaft mit skurrilen Tuffsteingebilden. Im Herzen der Türkei, in Kappadokien, ragen die sogenannten Feenkamine in den Himmel. Die Menschen bauten in die bizarr geformten und leicht zu bearbeitenden Felstürme Höhlenwohnungen, Kirchen und Klöster. Sie existieren bis heute, sind teils noch bewohnt und gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Ob frühmorgens oder im sanften Licht des Sonnenuntergangs: Der Anblick der hellen Steinhäuser und Felsformationen ist einzigartig!

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Der besondere Tipp
Wenn die Sonne zwischen den bunten Ballons aufgeht: Eine Ballonfahrt über Kappadokien ist ein unvergessliches Erlebnis. Auch vom Boden aus!
Amsterdam, Niederlande
Punkt für Punkt ein Erlebnis
Knallige Farben, rhythmische Punktmuster, klare Konturen: Mit ihren überdimensionierten Kürbis-Skulpturen gehört die japanische Künstlerin Yayoi Kusama zu den angesagtesten Vertreterinnen der Gegenwartskunst. Nachdem ihre ikonischen „Pumpkins“ in bekannten Museen und Galerien in den USA, London und Bangkok (Foto) ausgestellt waren, kommen sie 2026 nach Amsterdam. Die niederländische Hauptstadt verbindet seit Jahrzehnten Avantgarde, Design und Streetart und zählt zu den wichtigsten europäischen Zentren für moderne und zeitgenössische Kunst.

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Der besondere Tipp
Das Amsterdamer Stedelijk-Museum, bekannt als Labor für neue Formate, zeigt ab September 2026 eine große Yayoi-Kusama-Retrospektive.
Maya Bay, Thailand
Strandperle im blauen Meer
Spätestens seit dem Kinohit „The Beach“ (mit Leonardo DiCaprio als Backpacker Richard) genießt die Bucht auf Ko Phi Phi, der thailändischen Insel in der Andamanensee, Weltruhm. Dieses türkisfarbene Wasser! Diese Kalksteinfelsen! Dieser natürliche Hafen! Um die Bucht und ihr fragiles Ökosystem im Nationalpark Hat Noppharat Thara – Mu Ko Phi Phi vor den Auswirkungen des Massentourismus zu schützen, darf man sie seit einigen Jahren in den Monaten August und September nicht besuchen. In den restlichen Monaten ist sie nach wie vor zugänglich – von hinten über einen Steg. Schwimmen ist nicht erlaubt, aber sich glücklich im schneeweißen Sand auszustrecken – das geht.

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Der besondere Tipp
1.237 Stufen führen hoch zum Tiger Cave Temple bei Krabi. Es winkt eine grandiose Aussicht über Krabis Bergland – und ein wunderschöner Tempel.
Hirtshals, Dänemark
Schwereloses Schwergewicht
Er zählt zu den sonderbarsten Kreaturen der Ozeane: der Mondfisch. Bis zu zwei Tonnen schwer und drei Meter lang kann das Meerestier werden, dessen Körper erstaunliche Proportionen aufweist: Scheibenförmig und flach ist es, mit vergleichsweise kleinen Seitenflossen und einem winzigen Maul. Im größten Aquaium Nordeuropas, dem Nordsøen Oceanarium in Hirtshals an der Nordwestküste Dänemarks, lassen sich die silbern schimmernden Meeresriesen aus nächster Nähe beobachten. Wenn die riesigen Tiere hinter der Glasscheibe schwerelos vorbeigleiten, ist das eine faszinierende Begegnung, die man so schnell nicht vergisst.

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Der besondere Tipp
Cold Hawaii wird die Nordwestküste Jütlands bei Vorupør genannt. Vulkane gibt es nicht, aber für Surfer einmalige
Wellen- und Windverhältnisse.



