©stock.adobe.com/htpix
©stock.adobe.com/Bankerok
©stock.adobe.com/Zach
©stock.adobe.com/ValentinValkov

Dominikanische Republik

Glücksgefühle all inclusive


In der Dominikanischen Republik lässt sich herrlich in der Sonne baden. Doch es lohnt sich, die Nase auch mal aus dem Resort zu stecken. Denn rundum vollständig wird das Urlaubserlebnis erst mit dem Besuch von Wasserfällen, einsamen Stränden und charmanter Kolonialarchitektur

Come on over, have some fun, dancin’ in the morning sun … die Songzeilen eines bekannten, in der Dominikanischen Republik gedrehten Werbespots wecken Assoziationen an endlose Palmenstrände, türkisfarbenes Meer und die grenzenlose Leichtigkeit des Seins. Dabei ist die Dominikanische Republik viel mehr als Strandleben. Sie steht für den Rhythmus von Merengue und Bachata, für Baseball-Helden und Rum – und für die älteste von Europäern gegründete Stadt Amerikas, Santo Domingo. Es stimmt schon, man kann seinen Urlaub in der Dominikanischen Republik problemlos im komfortablen All Inclusive-Resort mit Pools und Sportangeboten verbringen. Es fühlt sich paradiesisch an, mit einem bunten Getränk im Liegestuhl zu liegen, aufs Meer zu schauen und sich zu fragen, warum es zwei Wochen karibisches Nichtstun im Jahr eigentlich nicht auf Krankenschein gibt. Allerdings würde man dann die bunte, tropische Welt verpassen, die sich vor den Toren des Resorts ausbreitet. Und das wäre jammerschade.

©stock.adobe.com/Zach

Hoch hinaus: Von Puerto Plata fährt die Seilbahn auf den Monte Isabel de Torres

©stock.adobe.com/htpix

Bonbonbunt: Fischerhäuschen unter Palmen

©stock.adobe.com/Bankerok

Werbung und Wirklichkeit zugleich: die Rum-Insel Cayo Levantado

Schon bei Tagestouren lässt sich jede Menge entdecken. Warum also nicht einmal einen Ausflug buchen? Zum Beispiel nach Santo Domingo, die 1496 gegründete Hauptstadt des südöstlich von Kuba gelegenen Inselstaats. Hier hupen Guaguas – wie Busse dort heißen –, in der Altstadt rumpelt man über uralte Kopfsteinpflaster, während aus einem Innenhof Merengue scheppert. Man bestaunt Kolonialhäuser mit bröckelnden Fassaden, besucht das Rum-Museum oder taucht in einer der Kathedralen in die Kühle ab, bevor es wieder ins gleißende Licht hinausgeht. Oder nehmen wir die Halbinsel Samaná. Der Wasserfall Salto El Limón stürzt dort fünfzig Meter tief in ein Becken, gewaltig und ohrenbetäubend laut. Der Weg dorthin führt durch Palmenwälder und Kakaoplantagen; man geht zu Fuß oder trabt auf dem Pferderücken. Draußen in der Bucht katapultieren sich zwischen Januar und März Buckelwale so mühelos aus dem Wasser, als wollten sie die Zuschauer mit Lebensfreude anstecken.

©stock.adobe.com/ValentinValkov
Erfrischung im Regenwald: der Wasserfall von El Limón
©stock.adobe.com/ggfoto
Slow Travel: Pferdekutschen in der Hauptstadt Santo Domingo
©stock.adobe.com/Carlos Horton/Wirestock
Durch die bunten Straßen der kolonialen Zone von Santo Domingo weht der Duft der Karibik
©stock.adobe.com/ Gian
Das karibische Paradies entfaltet seine Pracht – Santo Domingo am türkisblauen Ozean
©stock.adobe.com/Rafal Cichawa
Der Salto de Limon verzaubert mit seiner natürlichen Pracht und unberührten Schönheit
TUI Logo

Wie wäre es mit einer Buggyfahrt, gefolgt von einem Bad in einer Cenote und Abendessen im Fackelschein mit dominikanischen Gerichten? Tänze unterm Sternenhimmel runden diesen Abendausflug ab.

Zu den Ausflügen

Wo Rum-Cola nach Legende schmeckt

Und dann gibt es Cayo Levantado, besser bekannt als Bacardi Island. Ob der berühmte Spot aus den Siebzigerjahren tatsächlich hier gedreht wurde, ist nicht ganz klar – ein Traum ist er trotzdem. Und so sitzt man zum Ende des Tages auf Cayo Levantado im Sand, die Palmen werfen ihr Flechtwerk als Schattenmuster auf die Haut, und der erste Schluck Rum-Cola schmeckt plötzlich nicht mehr nach Bar, sondern nach echter Legende.

Auch die Nordküste bietet jede Menge Erlebnisse. In Puerto Plata zieht die Seilbahn hinauf auf den Monte Isabel de Torres, wo eine Christusstatue über Stadt und Atlantik wacht. Unten lohnt sich ein Spaziergang über die Uferpromenade Malecón oder ein Abstecher zur Festung San Felipe, deren Mauern Geschichten von Piraten und Eroberern erzählen. Wer es sportlich mag, besucht die 27 Wasserfälle von Damajagua: klettern, springen, rutschen, ins türkisfarbene Wasser tauchen – erfrischend ist der Ausflug allemal. Und dann gibt es noch diese Orte, die man am liebsten für sich behalten würde. Punta Rucia etwa, ein stilles Fischerdorf mit spektakulären Stränden. Fischer bringen Besucher hinaus nach Cayo Arena, eine winzige Sandbank im Meer und mit einem Riff ausgestattet, das leuchtet, als hätte der örtliche Malermeister die Fische dort eigenhändig lackiert.

©stock.adobe.com/michal
Cayo Levantado betört mit feinstem Sand und türkisblauem Wasser
©stock.adobe.com/Nikolay N. Antonov
Cayo Levantado von oben
©stock.adobe.com/Nancy Pauwels
©stock.adobe.com/ s4svisuals
Ein Paradies auf Erden – der strahlend weiße Sandstrand von Punta Cana

Die Karibik? Ein Rhythmus, der mitreißt

Ein Pflichttermin ist die Blaue Lagune (El Dudú), eine Cenote bei Cabrera im Binnenland. Hier stürzen sich Jugendliche zehn Meter ins türkisfarbene Wasser hinab, während an den Fischbuden drum herum der Grill raucht. Wer Lust hat, probiert, tanzt, lacht – und spürt, dass die Karibik nicht nur ein Ort ist, sondern auch ein Rhythmus, der mitreißt und fantastische Laune macht. Doch jetzt lockt die Rückkehr ins Hotel. Der Sprung in den Pool, der Sundowner mit Meerblick, die Herrlichkeiten beim abendlichen Buffet. Es lebe die Dominikanische Republik!
Harald Braun

Hoteltipps Dominikanische Republik

Diesen Artikel teilen